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Beiträge mit dem Schlüsselwort ‘Sinnkrisen’

Das kleine Gelbe vom Ei

[11. April 2009]

Das Piranha ist eine gemütliche und kleine Kneipe in Trier, genauer der Brückenstraße.

Die Brückenstraße wiederum bietet dem Geburtshaus Karl Marx’ eine wohlige Heimstätte, um dann in die Karl-Marx-Straße zu münden, welche wiederum zur Römerbrücke führt. Verrückt? Ein bisschen. Hat allerdings alles seinen Grund, denn natürlich wurde Kalle nicht in der Karl-Marx-Straße geboren sondern in der Brückergasse, welche später in Brückenstraße umbenannt wurde.

1947 wurde dann Karl Marx zu Ehren der längere Teil der Straße in “Karl-Marx-Straße” umbenannt und dieser führt eben zur Brücke. Das vordere Stück blieb die Brückenstraße um die historische Adresse nicht zu verfälschen. Naja, die war zwar nie “Brückenstraße 10″ sondern “Brückergasse 664″ und Familie Marx lebte dort nur sehr kurze Zeit, aber es tut gut zu wissen, dass alles irgendwie historisch gewachsen ist.

Zurück zum Piranha. Dort verbrachte ich den gestrigen Abend. Das ist gut, denn man kann da gar nicht tanzen und ich will ja nicht mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Getrunken wurden natürlich auch einige  Gläser “Kleiner Gelber” – ein Hausgetänk dessen Rezeptur neben der von Coca Cola in einem sicheren Safe liegt.

Als zwanghaft neugieriger Mensch bringt es mich natürlich der Gedanke, was in diesem Gesöff drin stecke, um den Schlaf.

Und hier ist mein Plan:
Vorweg: das Ganze kann ich nicht alleine durchziehen. Ich brauche Investoren und vor allem tapfere Mitstreiter, die sich Alkohol und Empirik gleichermaßen verschrieben haben.

Der erste Schritt besteht darin, so lange Kleine Gelbe zu bestellen, bis der Wirt mit traurigem Blick ein “Tut mir leid, ich hab keine Zutaten mehr.” ablehnen muss.

Jetzt wirds heikel! Als nächstes nämlich muss weiter getrunken werden; und zwar gezielt. Bestellt werden dürfen Cocktails deren Zutaten bekannt sind. Genaustens aufgeschrieben werden muss dabei, welche Drinks bestellbar sind und welche nicht. Auf diesem Weg lässt sich mit ein wenig Kombinatorik leicht ermitteln, welche Zutaten prinzipiell für die Herstellung des Untersuchungsobjektes benötigt werden.

Prost!

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Endlich befördert!

[24. April 2007]

christian_klarjpgNach 25 Jahren Haft, wird das Lebenswerk des ex-Superschurken Christian Klar endlich belohnt (faz.net).

Das Landgericht Karlsruhe entschied, dass Klar begleitete Ausgänge gestattet werden müssen.

Weiterhin soll es Klar nun erlaubt sein, auch nach 22 Uhr noch fern zu sehen, Zigaretten zu rauchen und unter der Dusche auch mal Andere nach der Seife bücken zu lassen.
Herzlichen Glückwunsch!

Sabine Christiansen wurde ermordet,

[20. April 2007]

genauer: geköpft. Dachte ich. Dachte ich aber falsch.
Am besten man redet nicht darüber.

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Wussten Sie schon … ?

[11. October 2006]

…, dass Michael Schumacher früher furchtbar hässlich war? Der Kerpener ist trotz seines Erfolges aber noch ganz der Alte geblieben.

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Jedes Stöckchen gibt ein Tönchen

[30. August 2006]

blaulicht_weckerIm Grunde bin ich ja eher arbeitsscheu und nie um Ausreden verlegen – eine ehrliche trierer Haut eben. Aber das Stöckchen des sehr geschätzten Kollegen David kann ich natürlich nicht verschmähen.

1. Wann stehst Du zur Arbeit auf?
Schon Volksmund (* 30. August 1955 in Mülheim an der Ruhr) sprach dereinst: “Der frühe Vogel fängt den Wurm; Halleluja!” Früher als 7.15 schaff ich´s dann aber doch nicht mein (viel zu großes) Bett zu verlassen.

2. Stehst Du rechtzeitig auf oder bleibst Du bis zur letzten Minute liegen?
Gemäß des Ursache-Wirkungs-Prinzips und des dritten kobodmaki-Lemmas ist der Zeitpunkt des Verlassens der stationären Regenerationseinheit:
T = 7.15 + [ (Biere am vorigen Abend)*5 + (Schnäpse am vorigen Abend)*10] Minuten + Launefaktor^Wetter
Der Rest ist trivial.

3. Wie viele Wecker hast Du?
Zwei. Erstens den besprechbaren IKEA-Wecker SLABANG (graue Ausführung), der um 7.00 die erste Attacke leitet. Dieser Wecker hat den unschätzbaren Wert einer stabilen “Schlummer”-Taste, die Ihren Namen natürlich überhaupt nicht verdient, weil ich direkt nach energischem Einprügeln sofort wieder in narkotischen Tiefschlaf verfalle.
15 Minuten später macht mir mein Handy – natürlich aus der sicheren Entfernung der entlegensten Fensterbankecke aus – klar, dass das hier GOTTVERDAMMT NOCH MAL KEIN SPASS IST!!

4. Machst Du Frühsport?
Ab und an laufe ich noch ne Runde, bevor der Tag losgeht. Macht wach und die Dusche lohnt sich dann auch.

5. Frühstückst Du? Wenn ja, was?
Meine Geheimrezeptur aus der eigenen Forschungsabteilung lautet: 500gr Magerquark, 500ml fettarme Milch und 500ml Orangensaft im Mixer zur Unkenntlichkeit rotieren lassen und dann kalt servieren. Trotz hohem Eiweißgehalt und einer ausreichende Menge an Kohlenhydraten hat dieser (wirklich!) leckere Drink kaum Kalorien (nein, ich bin nicht schwul).

6. Wie fährst Du zur Arbeit?
Eigentlich immer mit dem Automobil. Irgendwo endet dann doch jede Sportbegeisterung.

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Café unfreundlich

[15. February 2006]

essensrestJeden Sonntag treffe ich mich mit einem Bekannten zum Frühstück und Austausch genialer Geschäftsideen. Heute: das Cafe unfreundlich.

Zwar sind die Preise ein wenig höher, dafür aber gibt es bei Bestellung eines (lauwarmen) Kaffees eine garantiert kundenfeindliche Bedienung gratis dazu. Man steigt also in die sehr exklusive Liga derer auf, die es sich sogar leisten können für eine Beleidigung zu bezahlen.
Eine Spitzenidee, wie ich finde. Dennoch ist sie zum Scheitern verurteilt; alleine in Heidelberg gibt es bereits mindestens 10 Cafe unfreundlich.

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Linkshänder

[12. February 2006]

leftyErfolgreiche Einkäufe ziehen Konsequenzen nach sich. Meist ist eine Tasche (Jeans, hinten rechts) danach etwas leichter, eine andere (Plasitk, unten links) etwas schwerer. Links nicht deshalb, weil ich gerne die rechte Hand freihabe um z.B. hübschen Frauen die Tür aufzuhalten, sondern weil ich schon als kleiner Junge gerne oft tat, als sei ich ein Linkshänder, vermutlich um mich wichtig zu machen.

Zum Beispiel behauptete ich beim Fußball immer, mein linker Fuß sei der stärkere. Außerdem übte ich heimlich, mit links zu schreiben und entgegnete Kritikern meines Gitarrenspiels, es sei nun mal schwierig auf einer Rechtshändergitarre und eine für Linkshänder sei mir zu teuer.

Den Rasierer steuere ich allerdings immer noch mit der rechten Hand. Im Spiegel sieht es dann wieder so aus, als wäre es die linke. Wir Linkshänder sind ja so kreativ!

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Gefangen

[8. February 2006]

Eine 30minütige Forschung hat nun ergeben, dass Karstadt entgegen ersten Annahmen nicht vorzeitig geschlossen und alle Kunden eingemauert hat; vielmehr befinde ich mich noch im ersten Stock. Das war wirklich knapp!

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Ganz in Weiß

[14. July 2005]

Als ich endlich den Elektronikeinzelhandelsladen betrete, begegne ich einem Deutschen fremdländischer Herkunft. Er scheint seine warme Heimat zu vermissen, denn über seinem Kopftuch schmückt noch eine Wollmütze sein stolzes Haupt.

“Ey, ich hab ne weiße Jacke an!” ruft er mir entgegen und gerade als ich begeistert antworten will: “Das ist wohl war. Und sie steht Ihnen ganz ausgezeichnet!”, merke ich, dass eigentlich seine hinter mir stehenden Komparsen gemeint sind.

Trotzdem frage ich mich, was das sollte. Meinte der – fremdsprachlich sicher talentierte aber leider gebietsfremde – junge Mann eigentlich “weiße Weste”; benutzte er den Begriff gar zur Versinnbildlichung seiner Unschuld?

Oder ist für Überpigmentierte das Tragen einer weißen Jacke ein Symbol der Gleichberechtigung, sozusagen ein Mahnmal wider modischen Rassismus?

Ich weiß es nicht. Versteh mal einer die Ausländer!

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Traumdeutung

[12. July 2005]

1975ahopidream580x874Letzte Nacht träumte mir, ich sei tot. Voll peinlich – erwartete ich doch Besuch! Nachforschungen ergaben dann auch, dass meine gestorbenen Überreste in meiner Küche rumlümmelten, wo ich dem Schaum vor meinem Mund nach zu urteilen möglicherweise an Tollwut gestorben sein könnte, aber wer weiß das schon.

Tollwut hin, Herzattacke her. Die zweifelhafte Pilzsuppe einer Freundin wollte ich Tags drauf dann doch nicht essen, bis diese mich aufklärte: nix böses Omen alles rein psychologisch. Ganz offensichtlich habe ich unterbewusst große Angst vor Zahnverlust.

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